WAS IST EIN CENOTE?

 

Auf dem nördlichen Teil der Yucatan-Halbinsel in Mexiko gibt es wegen des porösen Kalkgesteins keine Flüsse auf der Erdoberfläche. Unterirdisch jedoch ist das Land von Wasserströmen und Cenoten oder Cenotes durchlöchert.

 

Das Wort „Cenote“ ist vom Mayawort „D’zonot“ abgeleitet und bedeutet „heilige Quelle“. Ein Cenote ist eine schachtartige Einsturzdoline der Kalksteindecke durch dessen Einsturz die unterirdisch fließenden Wasserströme zugänglich werden. In Yucatan findet man über 3000 Cenotes. Diese „Brunnen“ waren ausschlaggebend für menschliche Ansiedlungen und die Maya betrachteten sie als Eingänge zur Unterwelt oder „Xibalba“ und nutzten sie als religiöse Opferstätten.

 

Eine Kombination von geologischen und klimatischen Ereignissen hat zu der Entwicklung dieser einzigartigen Ökosysteme geführt. Vor rund 65 Millionen Jahren schlug im äußersten Nordwesten der Halbinsel Yucatan (nördlich von Merida) ein großer Meteorit ein (der Chicxulub-Krater-Durchmesser wird auf etwa 180-190 km geschätzt), der weite Teile der Erde verwüstete und unter anderem auch das Aussterben der Dinosaurier ausgelöst haben könnte.

 

Photos_Luis_143Die Halbinsel Yucatan lag dann unter dem Meeresspiegel. Aus dieser Zeit stammt der koralline Kalkstein, der die heutige Halbinsel aufbaut. Während der letzten Eiszeit sank der Meeresspiegel (der Wasserstand der Weltmeere lag während den Vereisungen teilweise mehr als 100 Meter tiefer als heute) und tektonisch bedingt erhob sich Yucatan als flache Kalksteintafel aus dem Meer. Die Korallen starben und Dschungel wuchs über die fast 2,5 Kilometer dicke Kalksteintafel die durch das Korallenriff geschaffen wurde. Fossilien die weit im Landesinneren gefunden wurden sind ein Beweis dafür und man kann sie heute auch häufig während eines Höhlentauchgangs bewundern.

 

Vor allem während der Eiszeiten in den Phasen des abgesunkenen Meeresspiegels drang Regen in den porösen Kalkstein und suchte sich einen Weg zum Meer. Das im Wasser gelöste Kohlendioxid (als Kohlensäure) löste dabei den Kalk und wusch so mit der Zeit unterirdisch miteinander verbundene weit verzweigte unregelmäßige Hohlräume, Kanäle und Tunnel aus, die unter dem Boden der Halbinsel das größte zusammenhängende Höhlensystem der Welt bilden.

 

Die Höhlen fielen teilweise trocken, neuer Regen drang durch die Kalkdecken, löste Mineralien und tropfte in die Höhlen: es bildeten sich Stalaktiten die wie Eiszapfen von der Höhlendecke hängen und Stalagmiten die sich vom Boden der Höhle nach ober erstrecken, die über die Jahrtausende hinweg ausgedehnte Tropfsteinhöhlen formten. (In diesen bei Tauchern beliebten Höhlen findet man über einen Meter lange Tropfsteine die heute im Wasser stehen...sie sind also entstanden als diese Höhlensysteme noch nicht unter Wasser lagen. Für eine Länge von ca 1 Meter benötigen sie 10.000 Jahre.)

 

Sind die Kalksteindecken in einem Bereich durch Auswaschungen zu dünn geworden, brechen die Höhlendecken ein und es entstehen Tagöffnungen, die sich mit Regenwasser füllen können und bis zum Grundwasser reichen. So werden auch die unterirdisch fließenden Wasserströme von der Oberfläche aus zugänglich. Massive Höhlensysteme wurden durch die allmähliche Auflösung des hochporösen Korallenkalks gebildet.

 

Am Ende der Eiszeit vor 18.000 Jahren erwärmte sich das Klima: die Gletscher gingen zurück und Höhlen wurden überflutet als der Meeresspiegel anstieg. Wissenschaftler haben unterschiedliche Ansichten über wie schnell der Wasserstand stieg, doch die meisten einigen sich, daß das Wasser das heutige Niveau vor rund 1.000 Jahren erreichte. Datierung von Artefakten einiger Höhlenbereiche zeigen, daß sie vor über 9.000 Jahren von Menschen besucht wurden.
 
Zu den interessanten archäologischen Funden in den letzten Jahren zählen Reste von Kamelen, Jaguare, Mammuts, Faultiere und Pferde. Bisher wurden auch vier menschliche Skelette gefunden. Das letzte, ein rund 10.000 Jahre altes menschliches Skelett wurde in 2008 von mexikanischen Wissenschaftler in einer Wasser gefüllten Höhle in Quintana Roo gefunden. Bereits 2003 und 2005 waren in der Region drei bis zu 14.000 Jahre alte menschliche Überreste gefunden worden. Einige dieser Unterwasserhöhlensysteme werden heute von INAH, das staatliche Institut für Archäologie und Geschichte, geschützt. 


 

Bitte betrachten Sie sich als Gast beim Besuch der Cenoten und handeln Sie dementsprechend. Wir müssen Respekt zeigen und die Cenoten und ihre natürliche Fauna und Flora so wenig als möglich beeinträchtigen und in ihrem ursprünglichen Zustand bewahren. Nicht nur, was für unser Auge schön erscheint, ist erhaltenswert, sondern die Höhle als Gesamtes. Dazu gehört auch die Erhaltung von Kalkablagerungen und Sedimenten, welche als Erbe der Natur anzusehen sind.

 

Alle Cenotenbesuche sollen sich streng nach dem Höhlenschutzmotto richten: Nimm nichts mit außer Erinnerungen, töte nur die Zeit, und laß nichts zurück außer Luftblasen! 

 


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